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  • Ankommen – Aufatmen – Auftanken & Genießen

    Ankommen – Aufatmen – Auftanken & Genießen

    Weinlounge Wicker an der Weidenmühle

    Eingebettet im idyllisch gelegenem Wickerbachtal erwartet euch eine angenehm kühle Sommeroase – perfekt, um dem Alltag zu entfliehen und die Seele baumeln zu lassen.

    Ob bei einem Glas erlesenen Wein, köstlichen kulinarischen Leckereien oder einfach barfuß auf der Wiese -hier zählt der Moment.

    Für alle, die es aktiv mögen, stehen Spiele wie Federball und Fußball bereit. Und wer es lieber gemütlich angeht, schnappt sich einfach eine unserer Picknickdecken und macht es sich im Grünen gemütlich.

    Ob mit dem Rad, zu Fuß oder ganz bequem per Auto (Parkplätze sind vorhanden) – kommt vorbei, stoßt mit uns an und erlebt den Sommer von seiner schönsten Seite.

    Wir freuen uns auf euch! 🙋‍♀️

    Geöffnet 2026

    10. Mai – 05. Juli und 09. August – 04. Oktober

    Montag-Freitag ab 15 Uhr

    Samstag ab 13 Uhr

    Sonn- und Feiertag ab 12 Uhr

  • Philipp Allendorff ist jetzt Winzermeister!

    Philipp Allendorff ist jetzt Winzermeister!

    Artikel aus der FNP

    Der 26-Jährige hat seine Fortbildung zum Winzermeister abgeschlossen. Zwei andere Kollegen aus dem Rheingau sind vorher ausgestiegen.

    Wicker – „Das Thema Betriebswirtschaft, also welche Kosten ich habe und welchen Preis ich für mein Produkt verlangen muss, wird für uns Winzer immer wichtiger“, sagt Philipp Allendorff.

    Seit 2021 arbeitet er im Familienbetrieb mit, im Weingut Weidenmühle in Wicker. Nach und nach soll er den Betrieb vom Vater Stefan Allendorff übernehmen.

    Kürzlich hat der 26-Jährige seine Fortbildung zum Winzermeister abgeschlossen – als einziger aus diesem Meister-Jahrgang, der im Rheingau in einem Familienbetrieb arbeitet.

    Beim Weingut Künstler in Hochheim gelernt

    „Die reguläre Winzerausbildung habe ich 2018 beim Weingut Künstler in Hochheim begonnen“, erzählt Allendorff. „Danach habe ich zwar verstanden, wie man Wein macht, aber die betriebswirtschaftlichen Aspekte haben komplett gefehlt.“

    Deshalb entschied er sich, nach zwei Jahren Berufserfahrung die Meisterschule zu besuchen. „Den Winzermeister habe ich dann 2023 bei der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz begonnen.“

    Drei Jahre hat es gedauert, zwei andere Kollegen aus dem Rheingau sind irgendwann ausgestiegen.

    Meisterprüfung bei der Landwirtschaftskammer

    Laut der Landwirtschaftskammer erfolgt die Vorbereitung auf die Meisterprüfung in einzelnen Lehrgangstagen und Blockveranstaltungen.

    Die Fortbildung dauert regulär zwei Jahre und ist stark praxis- und handlungsorientiert aufgebaut. Die Teilnehmer erarbeiten sich die Inhalte anhand konkreter betrieblicher Fragen und praktischer Fälle.

    Im ersten Jahr liegt der Schwerpunkt auf Betriebs- und Mitarbeiterführung. Zusätzlich müssen die angehenden Winzermeister eine Projektarbeit anfertigen.

    „Ich habe das Thema Vermarktung gewählt“, erklärt Allendorff, „der beste Wein bringt nichts, wenn man ihn nicht verkaufen kann.“

    Im Rahmen dieser Arbeit entwickelte er ein neues Erscheinungsbild für das Weingut, darunter ein neues Logo und neue Etiketten.

    Künftig anderer Name für das Weingut in Wicker

    Künftig soll auch der Name des Betriebs geändert werden. „Es ist wichtig, dass die Menschen einen Bezug zum Winzer haben und ein Gesicht vor Augen sehen“, sagt der 26-Jährige.

    Deshalb soll das Weingut Weidenmühle künftig unter dem Namen „Weingut Philipp Allendorff“ auftreten. Die Entwicklung des neuen Markenauftritts habe viel Zeit in Anspruch genommen, sei aber ein wichtiger Bestandteil seiner Weiterbildung gewesen. „Das hat sehr gut funktioniert“, sagt Allendorff.

    Im zweiten Jahr der Meisterfortbildung steht die Betriebswirtschaft im Mittelpunkt. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung im Familienbetrieb verschob Allendorff diesen Teil jedoch um ein Jahr. Aus der ursprünglich zweijährigen Weiterbildung wurden dadurch drei Jahre.

    Viel zu tun im Wickerer Betrieb

    „Zu der Zeit, als ich die Prüfung hätte schreiben sollen, war im Betrieb einfach zu viel zu tun“, erinnert sich der Winzermeister. Rückblickend sei die Verlängerung jedoch kein Problem gewesen.

    Andere Teilnehmer aus dem Rheingau hätten ihre Weiterbildung dagegen nicht abgeschlossen. „Einem war es zu viel, ein anderer musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören.“

    Umso mehr freue er sich, die Fortbildung trotz der Doppelbelastung erfolgreich beendet zu haben.

    Dass sich die Weinbranche verändert, spürt Allendorff während der Fortbildung: „Mit mir haben 2023 noch ungefähr 20 Winzer begonnen“, erzählt er. „Der Jahrgang, der jetzt startet, beginnt nur noch mit etwa acht Teilnehmern.“

    Als Ursache sieht er die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche. Der Weinkonsum gehe zurück, während gleichzeitig die Kosten für Material, Energie und andere Betriebsmittel steigen würden.

    „Der Verbraucher zahlt dafür aber nicht automatisch mehr Geld“, erklärt Allendorff.

    Auch das Verhalten der Kunden habe sich verändert. „Die Leute kommen nicht mehr auf den Hof und machen ihren Kofferraum voll. Sie möchten Wein erleben und ihn in ein Event einbinden“, sagt er.

    Mehr Fokus auf Veranstaltungen

    Deshalb setzt auch das Weingut Weidenmühle zunehmend auf Veranstaltungen. So soll das bereits im vergangenen Jahr erfolgreiche „Weinleseerlebnis“ erneut angeboten werden.

    Gemeinsam mit einem Partner aus Frankfurt verbringen die Teilnehmer einen Tag im Weinberg, erhalten Einblicke in die Arbeit des Winzers, essen gemeinsam und besuchen anschließend den Weinkeller. „Das war toll.

    Die Leute hatten direkt einen Bezug zum Wein und wussten, wo er herkommt und wie er hergestellt wird“, sagt Allendorff.

    Mit dem Meistertitel könnte Allendorff seinen Betrieb künftig auch als Ausbildungsbetrieb anerkennen lassen. „Theoretisch wäre das jetzt möglich“, sagt er. „Ob ich das machen möchte, weiß ich allerdings noch nicht.“

    Seit dem erfolgreichen Abschluss seiner Fortbildung habe sich sein Alltag spürbar verändert. „Man hat zwar immer noch genug Arbeit, aber es steht erst einmal keine Prüfung mehr an. Das fühlt sich fast wie Urlaub an“, sagt der Winzermeister.

  • Artikel aus der Main-Spitze vom 30.08.25

    Artikel aus der Main-Spitze vom 30.08.25

    Flörsheim. Echte Entdeckungen sind nicht immer ganz so offensichtlich, sie wollen ja entdeckt werden. Im Wickerbachtal ist seit Anfang August wieder die Weinlounge von Kathrin Allendorff zu entdecken, die bis zum 30. September in die zweite Saison des Jahres geht.

    Schon die erste Phase, von Mitte Mai bis Mitte Juli, hat die gelernte Restaurantfachfrau darin bestärkt, dass es die richtige Entscheidung war, sich gegen Bedenken durchzusetzen. Sohn Philipp, gelernter Winzer und gerade auf dem Weg zum Meistertitel, war zunächst skeptisch, ob sich seine Mutter mit der Idee der Weinlounge nicht auf den Holzweg begibt.

    Weinlounge sorgt für Sichtbarkeit

    Mittlerweile ist er von dem Konzept überzeugt, denn der idyllisch gelegene Freiluftausschank hat dem Weingut genau das gebracht, was es bisher ein wenig vermisst hatte: Sichtbarkeit und Öffentlichkeit.

    Als Eventlocation für größere Festivitäten und mit ihren regelmäßigen Hoffesten, das nächste vom 3. bis zum 5. Oktober, hat sich die Weidenmühle zwar schon etabliert, Weinfreunde hatten das etwas versteckt gelegene Gut aber nicht immer auf dem Schirm.

    Zur Weidenmühle führt ein betonierter Feldweg am Fuße des Wickerer Berges Richtung Hochheim, gegenüber des Steinmühlenweges. Am Ende des Weges links abbiegen und das Ziel ist erreicht.

    Das wollte Kathrin Allendorff mit ihrer Weinlounge ändern und es ist ihr gelungen. „Das ist sehr gut angekommen“, berichtet sie im Gespräch mit der Redaktion. Die rund 60 Freiluft-Plätze würden zielstrebig angesteuert und die Möglichkeit zum Kontakt mit den Weinen habe sich auch schon im Verkauf niedergeschlagen.

    „Das ist schon zu spüren“, sagt Philipp Allendorff, der seine Ausbildung bei dem renommierten Hochheimer Weingut Künstler absolviert hat und sich mittlerweile sorgt, ob sein Wein auch ausreicht, bis der neue Jahrgang abgefüllt ist. Seine ersten Sporen hat sich der 26-Jährige auch schon verdient. Sein Rosé hat bei einem rheingauweiten Vergleich des Eltviller Weinbauamtes den zweiten Platz erreicht, berichtet der Jungwinzer stolz.

    Drei Hektar, verteilt auf 25 Einzellagen

    Drei Hektar bewirtschaftet er in Flörsheim, Wicker und Massenheim, allerdings verteilt auf 25 Einzellagen. Das bedeutet zwar viel Fahrzeit zwischen den einzelnen Schlägen, bietet aber bei der Vinifikation auch besondere Möglichkeiten. Aus vielen kleinen Tanks, gefüllt mit dem Wein aus den einzelnen Schlägen, kann Philipp Allendorff genau den Wein komponieren, den er sich vorstellt.

    Sieben-Tage-Woche ergibt Sinn

    In ihre Weinlounge hat Kathrin Allendorff nicht nur viele Ideen, wie eine aparte Gestaltung der Verkaufshütte, eine abwechslungsreiche kleine Speisekarte oder einen Barfußpfad für Kinder gesteckt, sondern auch eine Menge Arbeit. Während der Saison hat sie an sieben Tagen in der Woche geöffnet, werktags ab 15 Uhr, samstags ab 13 Uhr und sonn- und feiertags ab 12 Uhr.

    Die Sieben-Tage-Woche, die sie sich aufgebürdet hat, ist für Kathrin Allendorff nur logisch. Perfektes Wetter und sie hätte just an diesem Tag geschlossen – undenkbar für sie. Allerdings führt sie akribisch Buch über die Gästezahlen, ob sich nicht doch ein Wochentag mit geringerer Resonanz herauskristallisiert, der im kommenden Jahr als Ruhetag dienen könnte. Im Moment sieht es nicht danach aus.

    Jens Etzelsberger